Ghostwriting – Ein Schatten über der Hochschulbildung


Ghostwriter sind Auftragsschreiber, die im Namen einer anderen Person Texte verfassen. Die Dienstleistung von Ghostwritern hat in den vergangenen Jahren sehr an Attraktivität zugenommen, da diese eine einfache und bequeme Variante darstellt, eine Arbeit schnell und ohne eigenen Aufwand anzufertigen. Während Ghostwriting eine übliche Praxis in vielen Unternehmen oder bei Menschen des öffentlichen Lebens darstellt, ist der Dienst im akademischem Bereich hochgradig missbilligt.

Der Preis für eine geschriebene Hausaufgabe, Facharbeit, Thesenpapier etc. variiert je nach Länge und Thema. Eine gute Note ist dennoch nicht garantiert. Trotzdem sind viele Studenten bereit dies in Kauf zu nehmen, wenn man dafür nicht selbst Hand anlegen muss. Aber warum neigen Studenten dazu lieber tief in die Tasche greifen anstatt sich selbst mit der Arbeit zu beschäftigen?

 

Eigene Arbeit? Zu viel Arbeit!

Die Dienstleistung eines Ghostwriters in Anspruch zu nehmen ist eine einfache Methode mühseelige Recherchen und stundenlanges Schreiben komfortabel zu vermeiden. Die Masse an obligatorischen, prüfungsrelevanten Leistungen ist in den vergangenen Jahren gestiegen. Neben den akademischen Ansprüchen, dem Privatleben und oft Nebenjobs, fällt es vielen Studenten schwer sich intensiv und stundenlang mit einer Arbeit zu befassen. Der Leistungsdruck steigt – sowie die Verlockung sich die Zeit zu sparen und einen Ghostwriter anzuheuern.

 

Studenten sind zu bequem oder unterliegen dem Druck

Nach dem Beauftragen eines Ghostwriters kann sich der Student in Ruhe zurücklehnen und seine freie Zeit genießen. Die Faulheit eigene Arbeiten anzufertigen ist eine Sorte von Kunden eines Ghostwriters. Aber auch zu ambitionierte Studenten suchen die Dienste eines Ghostwriters auf. David A.Tomar, ein ehemaliger Ghostwriter aus England schrieb in einem Blog, dass einige Studenten lediglich an ihren eigenen Schreibfähigkeiten zweifeln und zwar bereit wären Zeit in die Arbeit zu investieren, aber sich nicht für fähig genug halten gute Arbeit zu leisten. Beispielsweise internationale Studenten, die sich noch nicht sicher genug in der anderen Sprache fühlen und deshalb eingeschüchtert sind die angemessenen Anforderungen zu erfüllen. In anderen Fällen ist die anzufertigende Arbeit entscheidend für das Bestehen eines Kurses oder das Erhalten einen akademischen Grades, was für manche Studenten so nervenaufreibend ist, dass diese ihre Zukunft lieber in die Hände professioneller Schreiber legen.

 

Wieso ist Ghostwriting in Business OK?

Ökonomisch gesehen ist Ghostwriting in Business akzeptiert und weitgehend praktiziert. Oft setzen Unternehmen oder Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen, Auftragsschreiber ein, die in deren Namen Reden, Biografien, Pressemitteilungen, Marketing Material etc. anfertigen. Doch solche Umstände sind anders als die Umstände von Studenten: Führungskräfte oder prominente Persönlichkeiten kaufen hier Hilfe ein, um sich voll und ganz auf ihre eigentliche Arbeit konzentrieren zu können. Die Aufgabe eines Studenten ist es jedoch sich dieses Privileg zuerst zu verdienen, indem dieser beweist, dass er in der Lage ist eigenständig zu arbeiten. Und schließlich wird er selbst daran bewertet, nicht ein Konzern als Ganzes oder eine Mediengestalt.

 

PlagScans Mission ist es die Anfertigung originaler Inhalte zu fördern, deswegen sprechen wir uns klar und deutlich gegen Ghostwriting in akademischen Bereichen aus. Technologisch ist es schwer auftragsgeschriebene Texte zu identifizieren. Stilometrie-Software, die Autorenschaft bestimmen kann, ist hochgradig datengesteuert und kann in der Breite noch nicht als Standard verwendet werden, um Ghostwriting effizient entgegenzutreten. Bis dahin müssen wir uns weiterhin auf Ehrlichkeit, gute Bildung und Aufklärung sowie den menschlichen Sachverstand verlassen.

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